Miniwelten – Ist er gefährlich? Foto: margie / photocase.de

DIGITALISIERUNG VERSTEHEN

 

In unserer Lern-Werkstatt Digitalisierung möchten wir vermitteln, was Digitalisierung bedeutet und welche grundlegenden Technologien sich dahinter verbergen.

 

In diesem Text erklären wir, warum wir die "Lern-Werkstatt Digitalisierung" und die “Digitale Landkarte” machen.

 

Das Problem mit der Digitalisierung

 

Digitale Technik bestimmt zunehmend, wie wir als Menschen in unserer Welt leben und mit ihr interagieren.

 

Den allermeisten von uns ist das auch bewusst, schließlich bemerkt es fast jeder in seinem Alltag. Doch die wenigsten verfügen über das Wissen, welche Technologien und Konzepte der Digitalisierung zugrundeliegen und wo sich welches Thema einordnet. 

 

Da schwirren Begriffe wie Internet of Things, Big Data, Robotik, Künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality und noch viele viele mehr. Ist “Industrie 4.0” bloß ein Marketing-Buzzword? Oder geht es hier um wichtige Technologien? Und was bedeuten sie? Für mich, für meine Arbeit, für mein Unternehmen, für unsere Welt?

 

Das alles führt schnell zu Gefühlen von Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit. Sich zu verweigern, den Kopf in den Sand zu stecken oder lautstark kenntnisarme Meinungen zu vertreten, sind Strategien, um mit dieser Verunsicherung zurechtzukommen. Leider sind diese Strategien ebenso verbreitet wie sie unproduktiv sind.

 

Wird vielleicht die verbale Digitalisierungs-Maschine zu großen Teilen von Leuten betrieben, die ganz gut davon und damit leben, dass ihr Publikum noch weniger Ahnung hat als sie selbst?

 

Da mag wohl etwas dran sein, jedoch ist das auch nicht mehr als die halbe Wahrheit. Denn auf der anderen Seite gibt es weltweit und auch in Deutschland (und das zum Teil auf Weltniveau) eine Menge hochqualifizierter Menschen, die digitale Technik in atemberaubender Geschwindigkeit weiterentwickeln. Und je mehr da entwickelt wird, je mehr Wissen sich verbreitet, umso rasanter entwickelt sich der gesamte Prozess. Mittlerweile so rasant, dass über das Jahr 2045 hinaus keine seriösen Prognosen mehr möglich sind über die Zukunft der Menschheit.

 

Wenn man Digitalisierung verstehen könnte...

 

Welche großartigen Potenziale hätte es also, wenn Tech-Experten und Laien sich besser über die Möglichkeiten der Digitalisierung miteinander verständigen könnten?

 

Jede und jeder einzelne könnte mit mehr Wissen auch als Nicht-Experte souverän beurteilen und entscheiden, wie er oder sie digitale Technik für das eigene Leben, für die eigene Arbeit bzw. für das eigene Unternehmen nutzen kann.

 

Unternehmer könnten mit Tech-Experten auf Augenhöhe über die spezifischen Bedarfe ihres Unternehmens sprechen. Viele unserer produzierenden Unternehmen könnten schon heute durch digitale Technik viel leistungsfähiger und international wettbewerbsstärker sein – trotz höherer Löhne und besserer Arbeitsstandards als in Fernost. Und wann war es je wichtiger, dass wir in Deutschland und Europa industrielle Fertigung nicht mehr nach Asien delegieren (müssen)?

 

Bildungspolitiker und Lehrer könnten die Diskussion über "Digitalisierung der Schulen" endlich mit konkreten Inhalten und Vorstellungen füllen, anstatt nur allgemein darüber zu lamentieren, dass wir da ja ganz weit zurückliegen (in bezug auf was eigentlich?).

 

Die Herausforderungen, wenn man Digitalisierung verstehen will

 

Wie aber kann ein solcher Überblick aussehen? Kann man Digitalisierung tatsächlich verstehen und vermitteln, ohne selbst Techniker oder Programmierer zu sein? Wo fängt man an?

 

Wenn wir etwas Neues lernen wollen, dann geht das in der Regel leichter und besser zusammen mit anderen Menschen. Mittlerweile haben wir uns als kleines Team aus Spezialisten für Digitale Technik, Wirtschafts-Informatik und Design sowie Wissens-Vermittlung zusammengefunden, um Digitalisierung zu vermitteln.

 

Warum Digitalisierung mehr mit Kultur als mit Technologie zu tun hat

 

Bei der ersten Beschäftigung mit dem Thema begegnete uns wiederholt und von verschiedenen Seiten die Aussage, dass Digitalisierung mehr mit Kultur als mit Technologie zu tun habe. 

 

So nach und nach dämmerte uns, dass da etwas dran sein könnte. 

 

Wenn wir etwas wirklich verstehen wollen, dann reicht es nicht, uns bloß theoretisches Wissen aufzuladen. Wir müssen das machen, wir müssen praktische Erfahrungen sammeln. Erst dann lernen wir wirklich etwas Neues.

 

Insofern geht es bei der Digitalisierung erst einmal um die Bereitschaft, sich zu öffnen für Veränderung und die Mühen, die das mit sich bringt. Es geht darum, Unübersichtlichkeit, Unwissenheit und Zukunfts-Ungewissheit auszuhalten und trotzdem weiterzumachen. Es geht auch darum, liebgewonnene Gewohnheiten und Bequemlichkeiten über Bord zu werfen.

 

Wie Corona die Digitalisierung vorantreibt

 

Nicht zufällig scheint die Corona-Krise ein enormer Digitalisierungs-Treiber zu sein – mehr als alle Initiativen und Sonntagsreden über Digitalisierung zusammen. 

 

Plötzlich wird zum Beispiel nicht mehr wochen- oder gar monatelang über den Online-Shop diskutiert – er wird einfach gemacht. Und startet mit Mängeln, die man noch zwei Monate zuvor niemals toleriert hätte. Man macht Erfahrungen, passt an und optimiert und langsam wird der Shop immer besser. Im besten Fall funktioniert es nach einiger Zeit richtig gut. So geht Entwicklung und Veränderung mit digitaler Technik. 

 

Das ist ein anderer Umgang mit Fehlern und Problemen als in der Vergangenheit. Früher ging es darum, große Entwürfe zu Ende zu denken. So etwas funktioniert in unserer Welt kaum noch.

 

Ohne die grundlegenden Technologien wenigstens zu kennen, kann man Digitalisierung nicht verstehen

 

Die allerwenigsten Menschen verlassen ihre Komfortzonen aus eigenen Stücken. Insofern geht es bei der Digitalisierung tatsächlich mehr um Kultur als um Technologie. Trotzdem kann man Digitalisierung nicht wirklich verstehen, ohne sich mit den zugrundeliegenden Technologien zu beschäftigen, um die wesentlichen Entwicklungen einordnen zu können.

 

Wo aber finden wir einen Überblick über digitale Technologien? Wer hilft uns, die Entwicklungsstränge, Themen und Zusammenhänge zu verstehen?

 

Was wir bisher gefunden haben, sind ein paar Bücher, die durchaus helfen und im Netz Unmengen von fragmentierten Info-Häppchen unterschiedlicher Qualität. Einen kompakten, ganzheitlichen Überblick über das Thema haben wir bisher nirgends entdecken können.

 

Die besten Lehrer sind die, die selbst lernen

 

Also haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das zu ändern und zu vermitteln, was Digitalisierung bedeutet und welche grundlegenden Technologien sich dahinter verbergen.

 

Dazu müssen wir erst einmal selber lernen – die besten Lehrer sind die, die selbst lernen.

 

Im Mittelpunkt unserer Lern-Werkstatt steht eine Landkarte der Digitalisierung, die erklärt, wo sich welcher Begriff einordnet. Zu jedem Ort in der Landkarte soll es einen erläuternden Text geben. Außerdem wollen wir wichtige Fachbegriffe in einem Glossar möglichst allgemeinverständlich aufbereiten. 

 

So machen wir uns auf den Weg. Schauen wir mal, wohin uns unsere Entdeckungsreise bringt…

 

 

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