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Bernd Tepe, Geschäftsführer der TEPE Consulting GmbH in Oldenburg

 

Wir sind eine Marketing-Agentur für IT-Unternehmen und Digitalisierung-Themen. Im folgenden Text erzähle ich, wie ich mir als Nicht-Experte das Thema "Digitalisierung" erschlossen habe und warum es die Digitale Landkarte gibt.

 

 

WAS HEISST HIER EIGENTLICH "DIGITALISIERUNG"?

 

Vom Abenteuer, etwas ganz Neues zu lernen

 

Vor einiger Zeit habe ich damit begonnen, mir ein neues Thema von Grund auf zu erschliessen. 

 

Bei einem Kundenauftrag ging es darum, Nicht-Technikern das Thema "Industrie 4.0" zu erklären. Für diese Arbeit brachte ich perfekte Voraussetzungen mit: Ich bin Nicht-Techniker und ich vermittle gerne Wissen. Und ich hatte keine Ahnung.

 

Außerdem war ich hoch motiviert. Mir war klar geworden, dass mehr allgemeines Digitalisierungsverstehen für unsere Welt extrem hilfreich sein könnte. 

 

Denn es ist heute schon mit digitaler Technik viel mehr möglich, als allgemein bekannt ist. Tech-Experten wissen das. Nicht-Experten wissen das nicht. Nicht-Techniker sind jedoch die Experten dafür, was sie für ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Organisationen und Unternehmen gebrauchen könnten – wenn sie denn wüssten, was geht.

 

Warum mehr Digitalisierungsverstehen uns allen helfen würde

 

Welche großartigen Potenziale hätte es also, wenn Experten und Laien sich besser über die Möglichkeiten der Digitalisierung miteinander verständigen könnten?

 

Unternehmer könnten mit Experten besser über die spezifischen Bedarfe ihres Unternehmens sprechen.

 

Bildungspolitiker und Lehrer könnten die Diskussion über "Digitalisierung der Schulen" endlich mit konkreten Inhalten und Vorstellungen füllen, anstatt nur allgemein darüber zu lamentieren, dass wir da ja ganz weit zurückliegen (in bezug auf was eigentlich?).

 

Jede und jeder einzelne könnte mit mehr Wissen auch als Nicht-Experte souverän beurteilen und entscheiden, wie er oder sie digitale Technik für das eigene Leben, für die eigene Arbeit bzw. für das eigene Unternehmen nutzen kann.

 

Die besten Lehrer sind die, die selbst lernen

 

Soweit die große Vision. Mit ihr habe ich mich dann auf den Weg in die Mühen der Ebene gemacht – ich dachte mir, die besten Lehrer sind schließlich die, die selbst lernen.

 

Tatsächlich habe ich anfangs nicht einmal wirklich verstanden, was mein Kunde eigentlich macht. Irgendetwas mit Ingenieurdienstleistungen und Hightech in der Industrie.

 

Ich hatte den Verdacht, dass "Industrie 4.0" und "Smart Factory" bloß Buzzwords sind, über die – ähnlich wie über die "Digitalisierung der Schulen" – viel geredet wird und die alles und jedes bedeuten. Das einzige, was ich ahnte war, dass es irgendwie mit digitalisierter und vernetzter Produktion zu tun hat.

 

Später habe ich dann übrigens herausgefunden, dass mit "Industrie 4.0" und "Smart Factory" einiges mehr an inhaltlicher Substanz und Technologie verbunden ist, als ich anfangs vermutet hatte.

 

Wo finde ich einen Überblick?

 

Ich bin mit einer vermeintlich ganz einfachen Frage gestartet: Was ist eigentlich „Digitalisierung“? 

 

Eine Antwort auf meine einfache Frage zu finden, erwies sich als einigermaßen schwierig. Als ich mich auf die Suche machte, begegnete mir erst einmal eine unüberschaubare Vielfalt von Inhalten. Überall auf dem Weg stieß ich auf Unmengen verstreuter Informationen – von großen, schwer verdaulichen Brocken bis hin zu kleinsten Häppchen – das alles noch dazu in sehr unterschiedlicher Qualität.

 

Nirgendwo fand ich einen Überblick, der mir erst einmal half, herauszufinden, wo in der digitalen Landschaft ich mich gerade befand. Worüber wurde da gerade gesprochen? 

 

Landkarten geben Orientierung

 

Diese Art der Orientierung brauchen wir Menschen aber, wir sind Raumwesen. Mit unserem Kurzzeitgedächtnis ist es nicht allzuweit her. Aber unser räumliches Gedächtnis und die Fähigkeiten, Beziehungen zwischen allem möglichen herzustellen, sind ziemlich beeindruckend.

 

Darum gibt es Landkarten. Eine Landkarte ist nicht die Landschaft, sie ist bloß eine Simplifizierung der Realität. Aber besser grob orientiert als gar nicht.

 

Also war mein erstes Ziel, eine Landkarte der Digitalisierung zu entwerfen. Ich habe dann erst einmal nicht weiter im Netz recherchiert, sondern habe mir zwei Bücher gekauft.

 

Bücher helfen beim ersten Überblick

 

Bücher haben den Vorteil, dass ihnen in der Regel ein ganzheitliches Konzept zugrundeliegt. Wenn ich auf Einsteigerniveau unterwegs bin, kann ich damit rechnen, dass ich erst einmal oberflächliche Informationen über das meiste bekomme, was für das Thema wichtig ist. 

 

Und genau darum geht es am Anfang: Um etwas schnell zu lernen, ist es besser, erst einmal an der Oberfläche zu recherchieren als tief zu lesen. 

 

Ich habe zunächst ein Buch mit dem Titel "In einem Jahr digital" von Ömer Atiker gelesen. Das war ein ziemlich allgemeiner Einstieg, der wenig mit Technologie zu tun hatte. Das zweite Buch waren dann "Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung" von Philip Specht. Das war schon eher das, wonach ich gesucht hatte. Es erklärt für mich gut verständlich auf einer allgemeineren Ebene die wichtigsten digitalen Technologien, die als Begriffe in der Gegend herumschwirren.

 

Das hat mir bei den ersten Entwürfen zu einer Landkarte der digitalen Technologien sehr geholfen. 

 

Es gab mir eine erste Grundlage und danach konnte ich im Netz weiterrecherchieren. Jetzt konnte ich Artikel zu spezielleren Themen schon viel besser einordnen und Zusammenhänge herstellen.

 

Mentale Modelle sind die Grundlage, um ein Thema zu verstehen

 

Ich begann, erste Muster zu erkennen: Ideen wie Vernetzung oder der "Digitale Zwilling" und Technologien wie z.B. Sensortechnik, die immer wieder auftauchen. Das sind mentale Modelle – sie sind die absolute Grundlage, um etwas Neues zu lernen. Mentale Modelle sind ein Weg, ein Objekt oder eine Beziehung in unserer Welt einer Kategorie zuzuordnen und zu verstehen.

 

Je mehr mentale Modelle man hat, umso leichter erschliessen sich Zusammenhänge. Sie sind die Grundlage, um sich mit anderen zu einem Thema auszutauschen.

 

15 Minuten am Morgen, um Wahrnehmung und Denken zu öffnen

 

Bei meiner Reise in die Welt der digitalen Technologien habe ich noch etwas gemacht, das sich für mich als extrem hilfreich erwiesen hat. Ich habe mit einem Lernpaket "Einstieg in die Elektronik" jeden Morgen erst einmal meine verstaubten Physik-Kenntnisse aufgefrischt. 

 

Jeden neuen Arbeitstag habe ich damit begonnen, 15 Minuten lang (Telefon aus, offline und mit Timer) hochkonzentriert in die Welt von Spannungen, Kondensatoren und Transistoren einzutauchen. In dieser Zeit habe ich dann Stromkreise gebastelt und mich gefreut, wenn ich ein paar Dioden zum Leuchten bringen konnte...

 

Das hat mir für mein Projekt der Digitalen Landkarte zwar kein zusätzliches Wissen eingebracht, dafür war es einfach zu sehr "Basic" und zu weit weg vom Stand der Technologie. Es hat aber meine Wahrnehmung und mein Denken geöffnet für den Tag mit völlig neuen Themen und Zusammenhängen. 

 

Mein kleiner Elektronikkurs erwies sich auf diese Weise als sehr wertvoll, um in das Thema "Digitale Technologien" einzutauchen.

 

Eine Startrampe in die Welt der digitalen Technologien


Die digitale Landkarte ist jetzt online. Wir stellen Sie zur Verfügung als Abkürzung und Startrampe in die Welt der digitalen Technologien. Sie ist gedacht für alle, die eine erste Orientierung und einen Einstieg in das komplexe Thema suchen.

 

Die Digitale Landkarte bringt die großen Themen der Digitalisierung in eine Beziehung zueinander und erklärt, auf welchen Technologien sie jeweils aufbauen.

 

Die interaktive Variante der Digitalen Landkarte können Sie als pdf herunterladen – mit kurzen Erklärungen zu jedem einzelnen Begriff und mit weiterführenden Links.

 

Ich wünsche Ihnen eine spannende Reise in die Welt der digitalen Technologien!

 

 

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Im Überblick: Bernd Tepe

 

30 Jahre Führungs- und Marketingpraxis

in Kreativwirtschaft, Großhandel, Möbelindustrie und Politik

 

Erfahrungsüberblick

• Gründer, Unternehmer

• CMO / Internationales Marketing

• Brandmanagement und Markenvertrieb

• Strategische Neuausrichtung von Organisationen

• Aufbau neuer Geschäftsbereiche

• Wahlkampf: Strategien und Management

• Strategische Politiker- und Unternehmerberatung

• Konzeption und Management von Marketingstrategien 

• Internationale Messeauftritte: Konzeption und Management

• Drei Unternehmensgründungen im Marketing und der Möbelbranche

• Traineeausbildung zum Marketingassistenten

• Lehrer

• Basketball-Trainer und Trainer-Ausbilder

 

Studium

FU Berlin / Internationale Akademie

Coaching und Mediaton

 

Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

Ökonomie, Psychologie, Soziologie, Mathematik, 

Literaturwissenschaft (2. Staatsexamen)